Und es scheint, als prange über meinem Kopf einer Aureole gleich in pinker Leuchtschrift "Sexobjekt".

Und es lässt nichts an mir, inklusive Würde, unbefleckt. Ich hätte mich gerne etwas weiter weggesetzt. Oder besser noch etwas weiteres entgegengesetzt als nur bloße Erstarrtheit gegen diese niedere Vernarrtheit in meine Lederhose oder meine Titten oder mein Gesicht. Ich finde es zum Kotzen und frage mich wer von uns beiden als erster bricht. Du das Schweigen oder ich das Eis...

Ich möchte, dass du weißt, dass ich möchte, dass du dafür zahlst, was es mich kostet. Denn alles hat seinen Preis.

Ich stelle dir meine Beherrschung in Rechnung.

Ich fühle mich wie ein Alien.

Nicht einzig in meiner Art, aber selten.

Begegne dem Fremden tagtäglich, das Intimität bei mir sucht.

Tut mir Leid, ich bin ausgebucht. Aber ich nehme dich gerne nächste Woche mit auf meinen Planeten, wo alles feucht ist und warm.

Zieh dich aus.

Die nackte Wahrheit tragen manche unter der Gürtelline.

Ich trage den Geruch fremder Körper an mir wie Parfüm.

Kopfnote Sperma. Herznote Einsamkeit.

© 2020 by Johanna Bank

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