Inklusion inklusive

June 20, 2016

Ein Projekt von Prof. Michael Dörner

und den Studierenden der HKS Ottersberg

im Skulpturenpark der Gerisch-Stiftung

Neumünster, 20.06.2016 - 28.08.2016

 

Um allen Menschen den Zugang zur Kunst zu gewähren, haben sich die Studierenden der HKS Ottersberg unter Leitung von Prof. Michael Dörner zusammen getan, um im öffentlichen Raum zu agieren, in diesem Fall im Skulpturenpark in Neumünster. Das Projekt behandelt die Gartenkultur, sowie die Beziehung zwischen Kunst und Natur.

Im Folgenden präsentiere ich meine Arbeit. Bei Interesse, bietet der Link weiterführende Informationen.

 

http://www.hks-freiebildendekunst.de/inklusion-inklusive/

 

In order to give everyone access to art, the students of the HKS Ottersberg under the direction of Prof. Michael Dörner have come together to perform in the public space. More exactly in the sculpture park in Neumünster. The project deals with garden culture and the relationship between art and nature.In the following I present my work. If you are interested, the link offers further information.

 

http://www.hks-freiebildendekunst.de/inklusion-inklusive/

Ikea 802.054.13 Johanna Bank

 

Seit sich Technik und Digitalisierung revolutionieren, spielt sich der Alltag der Menschen unserer westlichen Welt fast ausschließlich in Großstädten und im Inneren von Gebäuden ab.
Dabei geht der wichtige Bezug zur Natur mehr und mehr verloren. Stress und Unwohlsein sind oft die Folgen. Um diesen Symptomen entgegenzuwirken, greifen Designer zunehmend auf Elemente der Natur zurück. Sitzkissen in Baumstammlook und Bettwäsche mit Blätterrankentextur gehören deshalb schon lange zu unserem gewohnten Wohnrauminventar.
Fast inflationär hat sich der wohl allseits bekannte Ikeastoff „Rosali“ der Designerin Cath
Kidston verbreitet.
In den Maßen einer klassischen Ikea Tischdecke, hat Johanna Bank das Muster dieses Stoffes im Garten der Herbert Gerisch-Stiftung nachgepflanzt und den weiteren Verlauf den Einflüssen der Natur überlassen.
Es geht um die folgende Verkettung von Übersetzungen:
Die von der Natur entnommenen und kultivierten Muster wurden mit ursprünglichen, natürlichen Materialien (Blumen/Erde/Steine) wieder in den Außenraum gebracht. Ob es sich dabei um einen Akt der Renaturierung handelt, bleibt dennoch die Frage. Denn Kunst und Kultur werden als das Ganz-Andere, als exaktes Gegenstück zur Natur erfahren. Natur ist niemals konstruierbar. Jeder bewusste Eingriff, sowie jede Verformung von Natur durch den Menschen, drücken ihr das Wesen der Kultur auf. Dadurch, dass Johanna Bank eine von der Natur inspirierte Innenraumdeko mittels ursprünglicher, natürlicher Materialien in den Außenraum zurück transplantiert, erzeugt sie nicht mehr Natur, als der Tischdecke ohnehin schon inhärent ist – nämlich gar keine.
Man könnte meinen, die Natur hätte eine Chance, „Rosali“, durch den anschließend geplanten Verwilderungsprozess, wieder in sich aufzunehmen. Aber wer agiert wirklich, wenn der Verwilderungsprozess à la Dieter Roth Teil eines künstlerischen Konzepts ist?
Kunst oder Natur?

 

 

 June 20. 2016

 

 August 28. 2016

 

 

 

 

Tags Inklusion Inklusive

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